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WEINGUT WICK ZUM WOHL … FÜR AUGE UND GAUMEN

Interview nit HP Becker (New Cat Orange)
von Bettina Schulz
NOVUM+ 10/2014

Aus der feinen Kreativschmiede New Cat Orange gibt es Neues zu vermelden: Ihr Erscheinungsbild für das Weingut Wick ist erfrischend anders und steckt voller Persönlichkeit. Wir sprachen mit HP Becker über das ungewöhnliche Projekt, das bereits mit einer Auszeichnung bei den European Design Awards sowie einem Red Dot belohnt wurde.

Mit dem Weingut Wick habt ihr quasi Neuland betreten. Wie kam es dazu?
Es ist tatsächlich unser erstes Weingut, das wir betreuen. Das Schöne daran ist, daß sich der Auftraggeber genau aus diesem Grund an uns gewandt hat. Er wollte gängige Muster durchbrechen und merkte früh, daß wir ihm eine besondere (auch wertebezogene) Denkweise bieten können.

Das lag sicherlich auch daran, daß der Kunde selbst eine besondere Positionierung einnimmt…
Ja, das Weingut Wick ist tatsächlich ein Pionier: Bereits 1986 etablierte Jochen Wick den biologischen Weinanbau! Der Umgang mit und die Wertschätzung der Natur sowie die Tatsache, deren Früchte als Geschenk zu begreifen, sind wesentliche Bestandteile der Markenphilosophie. Genauso wie die Weine sollte auch der neue Auftritt dem Motto »aufs Wesentliche reduziert« folgen und dennoch eine eigene Handschrift tragen.

… was ihr ganz wörtlich auch umgesetzt habt …
Genau. Typografisch setzen wir auf echtes Handlettering bei den Produkttexten. Die Namen der Editionsweine sind schwungvoll mit Pinsel und Tusche gezogen – natürlich von Martina Wick selbst. Auf die üblichen Heißfolien verzichteten wir ganz bewußt und reduzierten damit die neuen Etiketten auf das Wesentliche … ganz ohne künstliche Aromastoffe, wie es so schön bei Lebensmitteln heißt. Wichtig war es uns, Produkt und Erzeuger näher zusammenzubringen und einen glaubwürdigen, authentischen Auftritt mit viel persönlichem Charakter zu etablieren.

Wie lief die Zusammenarbeit ab? War man bei Wick offen für eure Ideen?
Die Zusammenarbeit verlief nahezu optimal. Das Weingut Wick fragte bei uns auf Empfehlung die Gestaltung der Weinetiketten für die neuen Jahrgänge an. Nach einem ersten Gespräch war uns relativ schnell klar, daß das nicht wirklich die Kernaufgabe sein kann. Entsprechend haben wir ein Angebot unterbreitet, inklusive Findungsphase der Markenwerte, Rebranding et cetera. So kam es dann trotz gegenseitiger Sympathie zu einer Absage aus Kostengründen. Allerdings verbunden mit der Frage, ob wir uns nicht auf die Gestaltung der Etiketten beschränken können. Davon haben wir wiederum Abstand genommen und unsere Gründe offenbar plausibel erläutert. Denn nach zwei Wochen gab es ein erneutes Gespräch, das die Zusammenarbeit besiegelte – eine gute Basis also für gegenseitiges Vertrauen und Verständnis.

Und wieviel habt ihr dabei über Wein gelernt?
Das spannende ist wirklich, daß wir überhaupt keine Ahnung von Wein hatten. Ich persönlich halte so etwas ja häufig für einen Vorteil, weil man offener und freier an die Aufgaben geht. In der Tat haben wir einiges über den Anbau, den Fertigungsprozeß speziell von Bio-Weinen gelernt. Mit dem Herausschmecken der speziellen Aromen kämpfen wir noch …

www.new-cat-orange.de

Den Beitrag als PDF zum Download: Novum+ 10/2014

 

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